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Der Kart-Slalom-Sport ermöglicht Kindern und Jugendlichen das Führen und Beherrschen eines Fahrzeugs auf spielerische Weise zu erlernen. Dabei geht es darum, einen Parcours fehlerfrei und zügig zu durchfahren, was in erster Linie Geschicklichkeit und erst in zweiter Linie Schnelligkeit erfordert.
Man erklärt den Kart-Slalom am besten mit Hilfe einer Analogie aus dem Pferdesport: Im Pferdesport gibt es u.a. das Pferderennen (alle sind gleichzeitig unterwegs, Gewinner ist, wer als erster durchs Ziel kommt), aber auch das Springreiten (es ist immer nur ein Teilnehmer auf dem Parcours, Gewinner ist, wer den Parcours fehlerfrei und in möglichst kurzer Zeit bewältigt)
Wir betreiben im AMC Pfaffenweiler die dem Springreiten entsprechende Variante des Kart-Sports, den sog. Kart-Slalom.
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Ein Parcours wird aus Plastikpylonen aufgestellt, wie man sie auch als Absicherung von Strassenbaustellen oft verwendet.
Jede Pylone ist ca. 50 cm hoch und wiegt etwa 1200 Gramm. Die Pylonen werden so aufgestellt, dass sich "Aufgaben" ergeben. Die einfachste Aufgabe ist das Tor, bei dem zwei Pylonen im Abstand von 1,65 m nebeneinander aufgestellt werden. Das Go-Kart hat eine Breite von 1,25 m, sodaß dem Fahrer rechts und links eine Toleranz von 20 cm bleibt, das Tor zu durchfahren. Mehrere Tore werden dabei meist versetzt aufgestellt, sodass ein solches Tor oft schräg angefahren werden muß, was den seitlichen Spielraum weiter einschränkt. Weitere Aufgabe sind: Slalom, gerade Spurgasse, gebogene Spurgasse und als umfangreichste Aufgabe ein Kreis mit einem Durchmesser von 10 m.
Als Trainingsgelände ist jede befestigte Fläche geeignet, die den Aufbau einer Strecke von 100m bis 200m zuläßt. Für die Sicherheit der Fahrer wird auf dreierlei Weise gesorgt:
1. Sicherheit am Fahrer
Jeder Fahrer trägt einen Voll-Integralhelm mit Visier, feste Schuhe sowie den ganzen Körper bedeckende Kleidung.
2. Sicherheit am Fahrzeug
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Jedes Go-Kart verfügt über Stoßfänger an beiden Seiten und an der Vorderseite. Zusätzlich verfügen die meisten Go-Karts über eine Funk-Abschaltung, bei der der Betreuer den Motor des Fahrzeugs über eine Funkfernsteuerung abschalten kann.
3. Sicherheit durch Organisation
Der Parcours wird immer nur von einem Go-Kart befahren. Die Betonung der Genauigkeit und Fahrzeugbeherrschung wird dadurch erreicht, dass jede verschobene oder umgeworfene Pylone mit 2 Strafsekunden bestraft wird, eine Strafe, die in aller Regel nicht aufgeholt werden kann. Der Fahrer hat also in erster Linie das Interesse, mit größtmöglicher Genauigkeit zu fahren, und erst wenn er dies beherrscht, auch schnell zu fahren.
Der Parcours wird so aufgebaut, dass längeres Geradeausfahren mit möglichem Geschwindigkeits-Aufbau nicht erfolgen kann.
Training
Trainiert wird 1 mal wöchentlich für ca 3 bis 4 Stunden. dabei werden die Fahrer eingeteilt in Anfänger und Fortgeschrittene. Jeder Fahrer fährt etwa 5 Minuten, dann wird gewechselt.
Turniere
Kein Sport ohne Wettbewerb! Im Sommerhalbjahr treffen sich alle Kartslalom-Fahrer Südbadens (fast) jeden Sonntag zu einem Turnier. Dabei werden die Fahrer in 5 Altersgruppen eingeteilt. Die Parcourslänge beträgt bei Turnieren zwischen 300m und 400m. Vor Beginn der Veranstaltung sollte der Fahrer den Parcours ablaufen und sich die Streckenführung und die Abfolge der Aufgaben genau einprägen. Je besser der Fahrer den Parcours im Gedächtnis hat, umsomehr kann er sich bei seiner Fahrt auf das optimale Durchfahren der Aufgaben konzentrieren.
Jeder Fahrer hat einen Trainingslauf und zwei Wertungsläufe. Die gefahrene Zeit beider Wertungsläufe wird zusammen mit den Strafsekunden für verschobene oder umgeworfene Pylone addiert.
Insgesamt finden in Südbaden etwa 13 bis 15 Turniere im Jahr statt, wobei die 10 besten Ergebnisse eines Fahrers gewertet werden. Eine gute Platzierung in der Meisterschaft berechtigt dann zur Teilnahme an weiteren überregionalen Turnieren, nämlich der Baden-Württembergischen Meisterschaft, der Südwestdeutschen Meisterschaft, dem ADAC-Cup und schließlich der Deutschen Jugend-Kart-Slalom-Meisterschaft.
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